Die große Reise, Part 1

So, der Abschied ist wie erwartet tränenreich, zum Teil tränenreicher, zum Teil weniger tränenreich und mal wieder mit jede Menge typisch indischer Überraschungen überstanden und die große Reise in den Norden hat begonnen. Also nicht böse sein, wenn ich mich nicht melde. Nachdem ich meine Bestätigung abgeholt habe, dass ich der perfekte Traumvolunteer bin, haben wir noch einen Tag in Bangalore gechillt, unsere Sachen in Johans Familie untergestellt und sind los nach Hampi, zum Anton. Irgendwie hat es nach ziemlich viel Durcheinander doch noch geklappt, dass wir beim Anton recht günstig schlafen konnten und der auch da war. Hampi ist echt super schön, aber wir wurden die ganze Zeit so episch abgezogen, dass wir irgendwann echt angepisst waren. Vor allem kann man da ja nicht viel gegen machen. Wenn wir nunmal mit der Fähre fahren müssen und die sich weigern uns für den normalen Preis, den sie dreist leugnen, mitzuehmen, dann kann man da eben nichts dran ändern und muss zahlen. Immerhin kriegt man die mit Diskutieren noch runter- meistens. Einen Tag haben wir uns wieder epische Scooter geliehen. Die sahen schon nicht sooo vertrauenswürdig aus und der erste Eindruck hat sich als richtig erwiesen. Der ganzen Tag schon haben bei Johans und meinem die Bremsen nicht richtig funktioniert und der Reifen war nicht eben voll. Wir waren schon recht froh, als wir kurz vor abgeben noch keinen Unfall gebaut hatten oder ähnliches. Allerdings nur bis kurz davor. Etwa 3km vor dem Ort ist Johan und mir dann der Reifen geplatzt. Haben das gute Stück erstmal zum nächsten Ort geschoben und Timmi ist vor um anzurufen. Dann gab es erstmal ne riesige Diskussion, wer das zu bezahlen hat. Wenngleich die uns Schrottdinger gegebeben haben, waren wir natürlich nachher die Blöden und mussten zahlen. Nicht soooo episch. Aber sonst war Hampi schön. Der Anton war im Stress, weil der sein Visum verlängern muss, also haben wir von dem leider nicht so viel gesehen, aber auch zu dritt wars lustig. Vor allem war es geil das erste Mal in Indien vor einem Herd zu stehen. Anton hat nen Herd zuhause und den haben wir (also natürlich Anton und ich) voll genutzt. Nudeln mit Käsesahnesoße, Bratkartoffeln, Tortilla! Episch! Ich hätte nie gedacht, dass mir das Kochen so fehlen würde, aber es war toll mal wieder vor einem Herd zu stehen. Mittwoch sind wir ganz früh morgends weiter nach Bijapur, wo wir eine Tour mit ner Kutsche gemacht haben, die uns Antons Mitbewohnerin empfohlen hat. Naja, ich mochte sie eh nicht. Die Tour hat das nur bestätigt. Man hat zwar alles wichtige gesehen und wir haben halt immer angehalten, so dass wir aussteigen und uns alles richtig angucken konnten, aber das hätte man auch durchaus zu Fuß machen können. Also wir waren alle drei nicht so begeistert davon. Mit dem Nachtzug sind wir weiter nach Mumbai, wo wir bis jetzt noch sind. Nachtzug war auch episch. Der Sleeper war schon ausgebucht, aber General Class mal wieder total überfüllt. 12 Stunden im überfüllten Zug ist jetzt auch nicht das, was man sich für ne Nacht wünscht. Also haben wir uns in die Sleeper Class verzogen und da gehofft irgendwann ein freies Bett und ne Möglichkeit die Karte aufwerten zu lassen zu bekommen. Das hat auch ziemlich gut geklappt. Nachdem wir ein paar Stunden im Flur auf dem Boden an der Tür geschlafen haben, haben wir tatsächlich noch jeder unser Bett bekommen. Und wie kam es dazu? Nachdem der Schaffner uns gesagt hat, dass er nichts für uns tun kann, hat sich die Polizei für uns eingesetzt und alles ist super gelaufen. Die sind übrigens stolz auf Deutschland- wegen Hitler. So, nächstes Mal mehr...

21.1.12 17:35

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